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Blossoms Blog
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Gedichte

Septembernächte

MAN RAUNT SICH GESCHICHTEN ZU (WAS FÜR GESCHICHTEN)
DINGE PASSIEREN (WAS FÜR DINGE?)
TATSACHEN STEHEN UNAUSSPRECHLICH IM RAUM
GLOCKENHELL SCHWEBEN KLÄNGE DER ALTEN ZEIT VORRÜBER
STREIFEN MICH; TREFFEN INS EMPFINDLICHE ZIEL
BESCHWÖREN GEFÜHLE HERAUF
EIN MEER DER ERSCHÜTTERUNG BRICHT ÜBER MIR
VERSCHLINGT DAS JETZT UND DIE GEGENSTÄNDLICHKEIT

 

Wer bin ich

Zuerst war ich Traum,
von beiden erhofft.
Ich fasse es kaum.

Dann kam ich zu Welt:
ein kleines Stück Fleisch,
kein wirklicher Mensch.

Nur Füttern und Schlaf,
geordnet nach Plan.
Mehr brauchte ich nicht.

Von Wünschen geformt,
so wuchs ich heran
und blieb doch ein Kind.

Von außen sehr groß,
von innen sehr klein:
die Hülle blieb leer.

Was immer geschah,
betraf mich nicht sehr.
Es war ja nur außen.

Was immer ihr wollt,
ihr könnt es gern tun.
Es geht mich nichts an.

Ich fing an zu suchen.
Wo ist nur mein “Ich”?
Sie faßten es nicht.

Sie wandten sich ab.
Jetzt bin ich allein,
mein Körper mein Grab.

Schon tot vor dem Leben,
so sterbe ich nie
und doch hab ich Angst.

Angst, nie zu leben,
zu spüren “ich bin”,
lebendig zu sein.

Angst nicht zu lernen.
mit Menschen zu sein,
ohne Angst und Zorn.

Das zu erlernen
benötigt viel Zeit.
Ich habe Geduld!

 

Allein

Allein im Nichts:
Kein Weg, kein Ziel.

Ein andrer Mensch:
Mein Mann, mein Kind.

Das neue Sein:
sein Weg, sein Ziel.

Das Ziel erreicht:
Nur er, nicht ich.

Was bleibt für mich?
Mein Weg, mein Ziel?

Nun sind sie fort:
mein Mann, mein Kind.

Allein im Nichts:
Kein Weg, kein Ziel.

 

Großer starker Bär

Ach, ich wollt ich wär
ein großer, starker bär
wenn Du an so manchen tagen
das leben nicht mehr kannst ertragen
wenns finster wird im herzen
und Du spürst nur noch schmerzen
möchtest auf und weg und nur noch rennen
im kopf Deine gedanken brennen
komm ich wie die feuerwehr
wie ein großer, starker bär

Dich zu umarmen, Dich zu halten
das gefühl ein wenig Dir zu geben
Du bist nicht tot- Du bist am leben

Ach, ich wollt ich könnt es sein
ein großer bäer, für Dich allein
wenn Du nicht weisst, ob früh ob spät
wenn einfach nichts mehr weiter geht
wenn nur noch sorgen über sorgen
angst vor heute, angst vor morgen
Dir der plan fehlt für Dein leben
dann möcht ich Dir etwas geben

sicherheit und in meinen armen halt
vielleicht ist Dir dann nicht mehr kalt

mal fällts mir leicht, doch oft auch schwer
bin ja noch ein kleiner bär
noch wenig wissend über Sachen
die das leben Dir zur qual so machen
nur eines sicher wissend und das sehr
ich lieb Dich- täglich mehr und mehr

wie es halt so ist bei bären
die nur von liebe sich ernähren
sei genauso tolerant und fair
dann,
ja dann werde ich Dein großer Bär.

 

Erfrieren

Ich habe gelernt zu erfrieren
gelernt zu verlieren
gelernt zu erstarren
bei Angst zu verharren
ich habe gesucht was ich immer vermisste
und immer schon wusste
ich liebe und hasse von ganzem Herzen
bereite mir und anderen riesige Schmerzen
jeder Schmerz ist ein Triumph meiner Seele
und ein Schnitt in mein Herz
ich habe gelernt dem Wind zuzuhören
auf dem Weg in den Wahnsinn umzukehren
habe gelernt den Boden zu berühren
und das ich kämpfen muss ihn nie wieder zu verlieren
ich habe gelernt was Leben heißt
was Sehnsucht heißt
was vergeben und abwägen heißt
mit Schuldgefühlen zu leben
und mir selbst nicht zu vergeben
ist der Dämon in meinem Kopf
ich versuche ihn zu erreichen
und packe ihn am Schopf
um seine Schuldigkeit abzutun
und zu berichten
sie mögen mit warmen Herzen ruhn.

 

Schwankungen

Manchmal erscheint ein Tag ohne Sinn und Ziel,
Wut, eiskalter Hass auf das Leben stellen sich ein.
Dann bewegt sich etwas, nur ein Sekundenschlag,
und ein Funke wird zur Flamme.
Kraft, Mut, Zuversicht und Wille strömen ein.
Man will leben, Leben spüren, fühlen, sehen.
Eine Emotion die keinen Namen hat erdrückt
Schmerz, Trauer, Hass.
Das Leben pulsiert in meinen Adern
Es weigert sich in der Tiefe zu versinken.
Ich recke mich, trotze der Qual.
Ich sehe das schönste dieser Welt:
Mein Kind, wie es mich liebt, und lacht.
Der Zauber verfliegt, ich will ihn halten!
Klammer mich verzweifelt an ein Gefühl
Das mit jedem Moment mehr erlischt.
Es verschwindet völlig aus meinem Bewußtsein.
Was bleibt ist etwas Kraft zum weitergehn.
Und dann erscheint der Tag ohne Sinn und Ziel,
Wut und eiskalter Hass auf die Verzweiflung stellen sich ein.

 

Split

 

“look at this girl”,

they say

the façade is perfect

all along the day

 

“her body, a dream!”,

they say

the façade is perfect

all along the day

 

“so charming and kind”,

they say

the façade is perfect

all along the day

 

“remarkable beauty”,

they say

the façade is perfect

all along the day

 

“where have you been”

they ask

The façade is perfect

All along the day

 

“ you are not right”,

they tell

THEY YELL !?!?!?!?

-- HELP, I CAN NOT STAY,

THE EVIL IS COMING TO MESS UP MY LIFE

I’M AT IT’S MERCY, I’M FIGHTING STILL

BUT ALL ALONE; NO POWER ANYMORE,

MISSING MY BREATH, EVERYTHING HURTS

CAUSE I AM THE EVIL, THE EVIL IS ME

 

 

 

I’m hiding so

they can’t see

The façade is breaking.

In the middle of the day…

 
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