Zuerst war ich Traum,
von beiden erhofft.
Ich fasse es kaum.
Dann kam ich zu Welt:
ein kleines Stück Fleisch,
kein wirklicher Mensch.
Nur Füttern und Schlaf,
geordnet nach Plan.
Mehr brauchte ich nicht.
Von Wünschen geformt,
so wuchs ich heran
und blieb doch ein Kind.
Von außen sehr groß,
von innen sehr klein:
die Hülle blieb leer.
Was immer geschah,
betraf mich nicht sehr.
Es war ja nur außen.
Was immer ihr wollt,
ihr könnt es gern tun.
Es geht mich nichts an.
Ich fing an zu suchen.
Wo ist nur mein “Ich”?
Sie faßten es nicht.
Sie wandten sich ab.
Jetzt bin ich allein,
mein Körper mein Grab.
Schon tot vor dem Leben,
so sterbe ich nie
und doch hab ich Angst.
Angst, nie zu leben,
zu spüren “ich bin”,
lebendig zu sein.
Angst nicht zu lernen.
mit Menschen zu sein,
ohne Angst und Zorn.
Das zu erlernen
benötigt viel Zeit.
Ich habe Geduld!