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Mein Tipp für Therapeuten "Borderline-Störung"
Martin Bohus ist in Deutschland Vorreiter für die DBT, die Dialektisch Behaviorale Therapie der Borderlinestörung. In diesem Buch wird diese Methode erklärt. Es richtet sich jedoch ganz offensichtlich weder an Angehörige noch an Betroffene, sondern an deren Therapeuten. Das fiese Fachchinesisch stellt eine besondere Herausforderung dar, die sich aber aufgrund der mangelnden Alternativen (Es gibt nur sehr wenig Literatur über die DBT) durchaus lohnt. Durch eine übersichtliche Gestaltung und Randnotizen hat zumindest der Layouter versucht, das Lesen zu vereinfachen. Beisst Euch durch. Mit der DBT ist der Stein der Weisen leider noch immer nicht gefunden. Aber sie wird von vielen Borderlinern, einschließlich mir, als die wirksamste Therapie eingestuft, die eben derzeit praktiziert wird. |
Mein Tipp für Angehörige "Ich hasse dich, verlaß' mich nicht " J.J.Kreisman, Hal Straus Der
vielzitierte Klassiker! In fast jedem der anderen Borderlinebücher
(besonders der von deutschen Autoren) wird auf dieses Buch Bezug genommen. Für meinen persönlichen Geschmack stören die vielen Fallbeispiele - das ist ja typisch amerikanischer Stil und wird unglückseligerweise inzwischen von vielen deutschen Autoren übernommen. |
Mein Tipp für Betroffene "Borderline:
Das Selbsthilfebuch" Von
diesem Buch war ich positiv überrascht! Sehr sorgfältig erarbeiteter
und klug geschriebener Ratgeber. Sprachlich auf hohem Niveau und inhaltlich
sehr empathisch. Es ist zwar kaum von der Hand zu weisen, dass die Autoren
in ihren Ratschlägen zum Umgang mit der Krankheit im Alltag stark
von der DBT (Dialektisch Behaviourale Therapie) inspiriert wurden, dennoch
ist das Buch kein Abklatsch oder Nachbeten der Ideen von Marsha Linehan. |
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"Borderline"
Dieser
" Roman" ist wie eine Art Fotoalbum mit teilweise sehr kurzen
Sequenzen die sich im Laufe des Buches zu einem Gesamtbild zusammenfügen,
zu einer Innenansicht der jungen Frau sozusagen. Ihre Mutter war depressiv
bis |
"Weg aus dem
Chaos" Sehr
gut zu lesen. Anhand eines Märchens wird das Borderline-Syndrom erklärt,
dadurch wird das Thema greifbarer, nachfühlbarer. |
"Wenn Haß
und Liebe sich umarmen" Dieses Geschreibsel ist selbst mir als Borderlinerin zu chaotisch ;-) Bitte nicht als Einstiegslektüre nehmen. Nur für geübte Borderline-Fachbuchleser geeignet. Obwohl von einem Psychotherapeuten geschrieben, ist dieses Buch voll von Emotionalität und Pathos. Von schriftstellerischer Seite konfus und ungegliedert, das fängt direkt auf der ersten Seite an. Inhaltlich bringt der Autor dem Thema sehr viel Sensibilität entgegen. Man fühlt sich als Borderliner durchaus verstanden, aber auch hier schlägt das Buch über die Stränge und nimmt dem Borderlinekranken förmlich jede Verantwortung für sein Handeln . Angehörigen oder Interessierten wird die Thematik aber nach diesem Buch auch nicht greifbarer, im Gegenteil. |
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Folgende
drei Borderline-Partner-Bücher eignen sich zur Trennungsverarbeitung
und als kritische Entscheidungshilfe innerhalb einer destruktiv verlaufenden
Partnerschaft und sind für diese Zielgruppe durchaus zu empfehlen. |
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"Schluß
mit dem Eiertanz" Auch
wenn ich selbst das Buch nicht besonders gelungen finde, würde ich
es Angehörigen durchaus empfehlen, Angehörigen in einer Wahlgemeinschaft
(Partnerschaft) allerdings eher als in einer Schiksalsgemeinschaft (Eltern-Kind-Beziehung).
Ratgeber für Angehörige bzw. Partner von Borderlinern sind wichtig,
um sich durch den Perspektivenwechsel aus dem Weltbild des Borderliners
zu lösen, Manipulationen besser erkennen zu können und für
die eigene Unversehrtheit Sorge zu tragen. Vielleicht, um die Partnerschaft
zu verbessern, vielleicht um sie zu beenden. Beides kann richtig sein.
Hier geht es - wie üblich - eher um das Beenden, als um das Verbessern. |
"Borderline
brach Herz" Dieses
ist das erste mir bekannte Buch, dass sich speziell und ohne Heuchelei
mit der Trennung und Trennungsverarbeitung beschäftigt, für
Partner von Borderlinern also, die sich ganz bewusst entschieden haben,
das destruktive Verhalten des Borderliners nicht weiter ertragen zu wollen
oder aber borderlinetypisch Knall auf Fall verlassen wurden, vielleicht
sogar selbst psychischen Schaden davongetragen haben. Für diese Zielgruppe
ist das Buch wirklich ein erster Trost und Mutmacher und dringend zu empfehlen.
Große Teile entsprechen allerdings wörtlich rechts stehendem
Buch "Partnerbeziehung als Brutstätte von Borderline" (und
wenn man, wie ich, beide Bücher an einem Tag liest, verheddert man
sich in Déja-vus). |
"Partnerbeziehung
als Brutstätte von Borderline" Der
Titel ist seltsam gewählt und resultiert wohl aus der im Buch erwähnten
Annahme, dass Borderliner immer Partner finden, die sich durch eigene
Selbstunsicherheiten unheilvoll mit dem Borderliner ergänzen. Oder
aber wir möchten es so verstehen, dass sich das krankhafte Verhalten
des Borderliners gerade in einer Beziehung besonders "gut" entwickelt?
Schade, dass der Gedanke im Buch nicht weit genug ausgebaut wurde, um
den Titel zu festigen. |
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Bücher,
die ich aus Zeitmangel noch ungelesen hier herumliegen habe:
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"Basiswissen: Umgang mit Borderlinepatienten" Ewald Rahn |
"Psychotherapie bei Borderline-Patienten" J.E.Masterson |
"Leben mit einer Borderline-Störung" G.Niklewski, R.Niklewski |